Es wird Dich vielleicht überraschen, wenn ich sage, dass die Familie von Jesus alles andere als perfekt war. Falls Deine Familie Dich nicht in allen Dingen unterstützt, die dir wichtig sind, sei gelassen: Jesus ging es ähnlich. „Ein Prophet gilt nirgends weniger als in seinem Vaterland und bei seinen Verwandten und in seinem eigenen Haus.“ (Markus 6,4)

Mal bejubelten sie ihn, dann erklärten sie ihn für verrückt. Als die Nachbarn ihn umbringen wollten, waren seine Brüder unauffindbar. Seine Geschwister hielten ihn für durchgedreht. „Und als es die Seinen hörten, machten sie sich auf und wollten ihn festhalten; denn sie sprachen: Er ist von Sinnen“ (Markus 3,21).

Sie waren nicht stolz auf ihn; das ganze Aufsehen, das er erregte, war ihnen eher peinlich.

Wie ging Jesus mit dieser Verwandtschaft um? Wie verhältst Du Dich, wenn Deine Familie alles ganz anders sieht als Du selbst?

Von Jesus können wir da einiges lernen.

Bemerkenswert ist, dass er nicht versuchte, das Verhalten seiner Angehörigen zu manipulieren, gleichzeitig ließ er sich aber auch nicht von ihnen zurückhalten. Er erzwang von ihnen keine Zustimmung, war aber auch nicht nachtragend, wenn sie ihn beleidigten. Gleichzeitig sah er es nicht als seine Aufgabe an, ihnen alles recht machen zu müssen.

Als seine leiblichen Brüder seine Überzeugungen nicht teilten, versuchte er sie nicht zu ihrem Glück zu zwingen. Er wusste, dass seine christliche Familie ihn mit alldem versorgen würde, womit seine irdische Familie ihm nicht dienen konnte. Er ließ nicht zu, dass seine komplizierten Familienverhältnisse die Entfaltung seiner göttlichen Berufung behinderte.

„Und er wunderte sich über ihren Unglauben.“

Markus 6,6

Über den Autor

Dirk Farr ist Gründungspastor der JKB Treptow in Berlin und Leiter des Bereichs Gemeindegründung bei der Liebenzeller Mission. Darüber hinaus coacht er junge Leiter in interkulturellen und internationalen Aufgaben.

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