In der Woche vor dem zweiten Corona-Lockdown in Deutschland hat Miriam einige lesenswerte Gedanken zum Thema „MUT“ verfasst. Lest selbst und lasst uns mutig, demütig und betend in den kommenden Monat gehen:

„Mut ist absolut relativ. Es bedeutet, dass ich etwas wage, obwohl ich Angst habe. Du und ich und alle anderen haben vor ganz unterschiedlichen Dingen Angst. Für den einen ist es angsteinflößend, auf eine Party zu gehen, auf der man bis auf die Gastgeberin keinen kennt. Für den anderen ist es die Entscheidung, endlich zu kündigen und einen neuenJob zu suchen. Oder aber die Entscheidung, nicht wieder vor einem Problem wegzulaufen, sondern zu bleiben und sich ihm zu stellen. Oder aber die Entscheidung, nicht wieder vor einem Problem wegzulaufen, sondern zu bleiben und sich ihm zu stellen.
Gefühle zu benennen, sich jemandem zu offene, Lob anzunehmen, einem Konflikt nicht länger aus dem Weg zugehen, Entscheidungen zu treffen, Ratlosigkeit oder Stillstand auszuhalten. All das kann Angst machen und Mut ordern.
Wir empfinden oft diejenigen als mutig, die Dinge tun, vor denen wir selbst Angst haben. Aber was wäre, wenn oft das, was wir beobachten, demjenigen gar keine Mut abverlangt?

Ich glaube, wir müssen Mut neu definieren. Mutig sind eben nicht die, die keine Angst haben. Mutig sind die, die große Angst haben aber TROTZDEM etwas wagen. Das lässt sich von außen häufig gar nicht genau bestimmen. Wir müssten wissen, was in einem Menschen vorgeht, um seine mutigen Schritte zugehen. Was du an anderen mutig findest, sagt viel mehr über dich selbst aus als über die andere Person.
Beobachte doch mal, wann dir der Gedanke kommt, dass du das, was jemand tut, mutig findest. Das sagt viel mehr über dich aus.
Du kannst sehen, was dir selbst Angst macht. Und wenn du dich traust, dann frag die Person doch mal, wie es ihr damit geht. Fällt ihr das schwer? Hat sie auch Angst?

Mit Mut ist es ein bißchen wie mit Demut (worin übrigens auch MUT steckt): Wenn du dich selbst so bezeichnen würdest, dann bist du es tendenziell nicht. Mutige Schritte fühlen sich meistens nicht mutig an. Was fällt dir gerade schwer? Was macht dir Angst? Du bist wahrscheinlich mutiger als du denkst. Und du hast viel mehr Möglichkeiten, mutige Schritte zu wagen, als du dir vorstellen kannst.

Mut ist Angst, die gebetet hat‘ Corrie ten Boom“

Über den Autor

Dirk Farr ist Gründungspastor der JKB Treptow in Berlin und Leiter des Bereichs Gemeindegründung bei der Liebenzeller Mission. Darüber hinaus coacht er junge Leiter in interkulturellen und internationalen Aufgaben.

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