Unsere Gemeindegründung in Toronto ist in einem faszinierenden Stadtteil. Heute zwei interessante Facetten:
Super-multikulturell: Während es einmal eines der jüdische Zentren der Stadt war kommen inzwischen ein Großteil der 210.000 Menschen aus China, dem Iran oder Korea: 90% der Einwohner sind sogenannte „First / Second Gen.“ – sie selbst oder ihre Eltern sind nach Kanada eingewandert. Allein diese Zahl ist Wahnsinn!!! 9 von 10 Menschen sind nicht hier geboren. Das macht Toronto zur „most diverse city of the world„.
Super-bunt-religiös: Bayview Avenue ist die Straße, die quer durch den Stadtteil geht (und auf die wir von unserem Hochhaus-Balkon in Richtung Sonnenuntergang schauen) und ganz nebenbei die Straße mit den meisten unterschiedlichen Religionen weltweit. Auf ihren 15km durch die Stadt beheimatet sie einfach alles: Vom größten Hindutempel Kanadas über alle Arten von christlichen Kirchen bis hin zum Zoroastrismus Tempel (Gruss an Xerxes I. aus Persien). Es gibt einfach alles.
 
Du merkst: Religion ist hier schon ein Thema. Welche? In welcher Form? Das ist dann wieder eine andere Frage. Was mir sehr gefällt ist, dass ich wenig Ideologie erlebe, sondern eher eine grundsätzliche Offenheit: „Übernatürliches? Klar gibt es das. Muss nur noch rauskriegen was genau…“ 
 
Zu dem Thema heute ein Lesetipp: „HERR STURM UND DIE FARBE DES WINDES“: Kategorie „leicht lesbarer, aber niemals seichter Roman“. Ganz nebenbei nimmt Jens Böttcher mit auf eine anschauliche Reise durch die Welt des Glaubens. Nicht ganz „wertekonservativ“,  oft anregend für meine eigenen Gedanken. Und dabei war ich mir bis zum kurz vor Ende nicht sicher, worauf der Autor raus möchte. Spricht für das Buch – finden ich.

 

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