Leitergeil https://leitergeil.de praktische Hilfen für Leiter in Kirche und Gemeinde Wed, 18 Nov 2020 20:17:47 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=5.5.3 3 Dimensionen von Teams https://leitergeil.de/3-dimensionen-von-gesunden-teams/ https://leitergeil.de/3-dimensionen-von-gesunden-teams/#respond Wed, 18 Nov 2020 20:17:47 +0000 https://leitergeil.de/?p=1678 Vision ist das, was unseren Teams die Richtung gibt. Doch Vision allein reicht nicht, damit Teams sich gesund entwickeln und Kraft entfalten.

Heute gibt es ein simples Raster, das mir in letzter Zeit immer wieder geholfen hat bei der Frage: Ist mein Team gesund? Habe ich die verschiedenen Dimensionen eines Teams im Blick?

3 Dimensionen von Teams
Was dabei wichtig ist:
Dieses Raster soll dir keine Druck machen im Sinne von „oh man, und das muss ich alles beachten?“. Es soll dir eine Hilfe und ein Reflexionsraster für dein Team sein. Deshalb vorneweg:
– Jedes Team hat unterschiedliche Ansprüche an die Intensität der einzelnen Dimensionen (abhängig von ihrer Aufgabe).
– Jeder Mensch tickt anders – und hat von daher unterschiedlich ausgeprägte Bedürfnisse in den einzelnen Dimensionen.

Und doch: Gute Teams wachsen in allen drei Dimensionen:

1. Dimension: vertraute Beziehungen
2. Dimension: klare Organisation
3. Dimension: gesunde Geistlichkeit

Und hier ein paar Stichpunkte für den eigenen Teamcheck:

1. Vertraute Beziehungen
* Hast du echtes Interesse an deinen Teammitglieder (ihrer Situation eben auch ausserhalb der Aufgabe)
* Habt ihr Spaß zusammen?
* Wie geht ihr mit ungelösten oder unausgesprochenen Konflikten um?
Praxistipp: Melde dich häufiger als es nötig wäre: Eine kurze WhatsApp, Durchklingen auf der Heimfahrt (eben auch mal ohne ein to-do im Hinterkopf)

2. Klare Organisation
* Wissen alle was zu tun ist?
* Vorplanen!
* Wer macht es?
* Bis wann wird es gemacht?
* Praxistipp: Organisation ist nicht deine Stärke? Beauftrage jemanden damit!!! Gib jd. das Mandat dafür, auch wenn er nicht der Leitende ist. Denn:
* Dein wichtigster Beitrag als Leiter ist hier: Für Klarheit sorgen!

3. Gesunde Geistlichkeit
*Betet ihr miteinander – für euren Auftrag?
* Betest du für deine Teammitglieder?
* Fragst du nach: „Wie gehts deiner Seele gerade?“ oder „Was beschäftigt dich geistlich in letzter Zeit?“
* Praxistipp: „Next step“ für den Einzelnen & das Team (siehe letzte Predigtreihe^^)

Ich hoffe, dass dieses simple Raster mit den drei Dimensionen euch hilft in den kommenden Wochen eure Teams gesund und hoffnungsvoll zu leiten!!
Stell es doch deinem Team einmal vor und frag sie nach ihrer Meinung?
Welche Dimension ist angemessen und in welcher wollt ihr noch etwas zulegen?

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Vor-Lockdown-Gedanken: Mut ist Angst, die gebetet hat https://leitergeil.de/vor-lockdown-gedanken-mut-ist-angst-die-gebetet-hat/ https://leitergeil.de/vor-lockdown-gedanken-mut-ist-angst-die-gebetet-hat/#respond Sun, 01 Nov 2020 20:11:20 +0000 https://leitergeil.de/?p=1664 In der Woche vor dem zweiten Corona-Lockdown in Deutschland hat Miriam einige lesenswerte Gedanken zum Thema „MUT“ verfasst. Lest selbst und lasst uns mutig, demütig und betend in den kommenden Monat gehen:

„Mut ist absolut relativ. Es bedeutet, dass ich etwas wage, obwohl ich Angst habe. Du und ich und alle anderen haben vor ganz unterschiedlichen Dingen Angst. Für den einen ist es angsteinflößend, auf eine Party zu gehen, auf der man bis auf die Gastgeberin keinen kennt. Für den anderen ist es die Entscheidung, endlich zu kündigen und einen neuenJob zu suchen. Oder aber die Entscheidung, nicht wieder vor einem Problem wegzulaufen, sondern zu bleiben und sich ihm zu stellen. Oder aber die Entscheidung, nicht wieder vor einem Problem wegzulaufen, sondern zu bleiben und sich ihm zu stellen.
Gefühle zu benennen, sich jemandem zu offene, Lob anzunehmen, einem Konflikt nicht länger aus dem Weg zugehen, Entscheidungen zu treffen, Ratlosigkeit oder Stillstand auszuhalten. All das kann Angst machen und Mut ordern.
Wir empfinden oft diejenigen als mutig, die Dinge tun, vor denen wir selbst Angst haben. Aber was wäre, wenn oft das, was wir beobachten, demjenigen gar keine Mut abverlangt?

Ich glaube, wir müssen Mut neu definieren. Mutig sind eben nicht die, die keine Angst haben. Mutig sind die, die große Angst haben aber TROTZDEM etwas wagen. Das lässt sich von außen häufig gar nicht genau bestimmen. Wir müssten wissen, was in einem Menschen vorgeht, um seine mutigen Schritte zugehen. Was du an anderen mutig findest, sagt viel mehr über dich selbst aus als über die andere Person.
Beobachte doch mal, wann dir der Gedanke kommt, dass du das, was jemand tut, mutig findest. Das sagt viel mehr über dich aus.
Du kannst sehen, was dir selbst Angst macht. Und wenn du dich traust, dann frag die Person doch mal, wie es ihr damit geht. Fällt ihr das schwer? Hat sie auch Angst?

Mit Mut ist es ein bißchen wie mit Demut (worin übrigens auch MUT steckt): Wenn du dich selbst so bezeichnen würdest, dann bist du es tendenziell nicht. Mutige Schritte fühlen sich meistens nicht mutig an. Was fällt dir gerade schwer? Was macht dir Angst? Du bist wahrscheinlich mutiger als du denkst. Und du hast viel mehr Möglichkeiten, mutige Schritte zu wagen, als du dir vorstellen kannst.

Mut ist Angst, die gebetet hat‘ Corrie ten Boom“

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Manchmal ist meine Kirche wie eine Fluggesellschaft https://leitergeil.de/manchmal-ist-meine-kirche-wie-eine-fluggesellschaft/ https://leitergeil.de/manchmal-ist-meine-kirche-wie-eine-fluggesellschaft/#respond Mon, 27 Jul 2020 13:51:37 +0000 https://leitergeil.de/?p=1651 Damals, vor langer, langer Zeit, als man noch unbesorgt fliegen konnte
saß ich in einem Flieger Richtung Westen.

Und die Fluggesellschaft hat sich eine gute Frage gestellt:
Wie gehen wir mit Leuten um, die nicht unsere Muttersprache (englisch) sprechen.

Ergebnis: Jede Mitarbeiterin an Board bekommt kleine Flaggen an die Uniform gepinnt – entsprechend der Sprachen, die sie spricht. Tolle Idee.

Doch was passierte auf meinem Flug? Die nette Flugbegleiterin machte zu Beginn sogar eine Durchsage und wies auf die Pins hin.
Das Problem: Die Durchsage war auf Englisch – und nur auf Englisch 😂.

Neulich hatte ich ein Gespräch mit einer jungen Christin (die sich über unsere Gemeinde informiert hat) darüber, weshalb wir in der JKB keinen „Jüngerschaftskurs“ haben, sondern einen „Tiefgänger“. Und ob das denn nötig sei, dass es nciht um Jüngerschaft geht (also um den Begriff!!), sondern davon auf unserer Glaubensreise immer einen Schritt vorwärts zu gehen. Ob man „den Leuten“ nicht die christlichen Vokabeln beibringen könne.
Klar, kann man. Aber genauso gut könnte AirFrance all seinen Fluggästen Französisch beibringen. Unmöglich ist nichts. Aber ob es auch der beste Weg ist?!?

Lerneffekt für uns in der Gemeinde:
Es geht nicht nur darum Konzepte zu entwickeln, wie wir mit Leuten kommunizieren können, die noch nicht so viel „kirchisch“ verstehen.
Gleichzeitig geht es darum dass wir auch die Art der Kommunikation entsprechend anpassen.

Was ich von dir gerne erfahren würde:
Welche Weiterentwicklungen in der Gemeinde-Kommunikation haben dich weitergebracht? Entdeckungen gerne in die Kommentare!!!

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Kirche Online – ICF Training Day – meine Take Aways https://leitergeil.de/kirche-online-icf/ https://leitergeil.de/kirche-online-icf/#respond Wed, 27 May 2020 08:35:31 +0000 https://leitergeil.de/?p=1636 Himmelfahrt und Pfingsten: Hochsaison für christliche Konferenzen. Normalerweise. Nicht so dieses Jahr. #Corona

Zahlreiche Grossveranstaltungen müssen entfallen oder finden online statt.Das ICF-Movement hat einen Schulungstag rund um Online-Kirche angeboten. Zahlreiche Inputs zu den unterschiedlichen Bereichen des Gemeindelebens: Leitung in Krisenzeiten, social media, Gemeindeleben, Kleingruppen, Finanzen, Gottesdienste, soziales Engagement,…

Tolle Inputs!!! Anschauen lohnt sich (und das Gute ist ja, dass man über die Passagen, die einen nicht betreffen gut drüberscrollen kann).

Ich habe meine perönlichen „take aways“ auf einer Seite zusammengefasst. Falls du einen ersten Eindruck des Tages gewinnen möchtest kannst du dir das Paper hier runterladen: Download

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Selbstfürsorge – Hab acht auf dich selbst… https://leitergeil.de/selbstfuersorge-hab-acht-auf-dich-selbst/ https://leitergeil.de/selbstfuersorge-hab-acht-auf-dich-selbst/#respond Sat, 29 Feb 2020 19:06:48 +0000 https://leitergeil.de/?p=1626 Du trägst Verantwortung und gibst dein Bestes, du leitest mit Hingabe und Treue einen Bereich, ein Ressort oder eine Kleingruppe! Leute wie Du, die Leitung übernehmen müssen die Frage der »Selbstfürsorge« besonders auf dem Schirm halten. Denn wer immer »beim anderen ist« steht in der Gefahr, nicht »bei sich selbst sein zu können!« Worauf kommt es an?

Habt acht auf euch selbst …

»Habt acht auf euch selbst und auf die ganze Herde, in welcher der Heilige Geist euch als Aufseher eingesetzt hat, die Gemeinde Gottes zu hüten …« ermahnt der Apostel Paulus die Leiter der Kirche in Ephesus.

Worauf müssen Leiter*innen ihr Augenmerk besonders richten? Welche Themen brauchen konstante Aufmerksamkeit? Hier kommt eine Liste von Lothar Krauss, die als Checkliste jeden Tag dabei hilft, damit aus guten Vorsätzen feste Gewohnheiten werden.

 

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Konflikte 4: So verläuft dein Konfliktgespräch erfolgreich https://leitergeil.de/konflikte-4-so-verlaeuft-dein-konfliktgespraech-erfolgreich/ https://leitergeil.de/konflikte-4-so-verlaeuft-dein-konfliktgespraech-erfolgreich/#respond Fri, 31 May 2019 00:00:16 +0000 https://leitergeil.de/?p=1488 Ich liebe Gespräche! Nicht immer. Eine Kategorie mag ich ganz und gar nicht: Konfliktgespräche. Gespräche, bei denen ich weiß, es geht um viel – und wir sind nicht einer Meinung. Das fühlt sich dann schnell mal nach „Abgrund“ an. Doch das muss nicht so sein. Ich habe in den letzten Jahren zwei Dinge entdeckt:

1. Als Leiter diesen Gesprächen ausweichen bringt nichts – sondern macht es nur noch schlimmer.

2. Vorbereitet in die Gespräche zu gehen macht sie im Ergebnis (meist) besser – für beide Seiten.

Deshalb hier eine Checkliste für alle, die sich den schwierigen Gesprächen stellen wollen:

  • Bereite dich auf das Gespräch gut vor! Nicht „zwischen Tür und Angel“ und nicht „aus dem Ärmel geschüttelt“ – bitte!
  • Nimm dir genügend Zeit für das Gespräch und überleg dir, wie du eine entspannte Atmosphäre schaffen kannst.
  • Spiel mit offenen Karten: Leg deine Ziele und Interessen offen auf den Tisch. So kann dein Gesprächspartner dich besser einschätzen.
  • Rückgrat zeigen: Steh zu deinen Fehlern und der eigenen Mitverantwortung an der Konfliktsituation.
  • Balance halten: Geh mit dem nötigen Respekt, aber auch mit dem nötigen Selbstbewusstsein ins Gespräch.
  • Selbstcheck: Mach dir deine eigenen Emotionen bewusst, um sachlich zu bleiben zu können.
  • Gegenübercheck: Versetz dich in die Sichtweise des anderen.
  • Win-Win: Bleib nicht bei Vorwürfen und Schuldzuweisungen hängen, sondern arbeite an der Konfliktlösung.
  • „Dein Ja sei ein Ja“: Steh zu Zusagen und Vereinbarungen.
  • Halte kontrollierten Blickkontakt (nicht anstarren, das weckt Aggressionen!).
  • Slow down: Lass dein Gegenüber ausreden.
  • Repeat: Wiederhole das Gesagte mit deinen Worten. Dadurch machst du deutlich, dass du deinen Gesprächspartner verstanden hast.
  • Gemeinsamkeit: Betone zuerst das Verbindende, bevor du Kritikpunkte äußerst und auf das Trennende zu sprechen kommst.
  • Uiuiui: Bleib auch dann ruhig und sachlich, wenn dein Gesprächspartner dich angreift.

(Quelle: Praxishandbuchs leiten, führen, motivieren – Das Handbuch für den Vorgesetzten‘ )

Und von Anfang bis zum Ende – und für dich und für jeden Beteiligten gilt Gottes Perspektive: Jeder ist Gottes geliebtes Geschöpf. Ja, das ist in mancher Situation schwer nachzuvollziehen, aber es ist wahr!!! „Liebe nimmt alles auf sich. Oder: Liebe ist immer bereit zu verzeihen. Sie verliert nie den Glauben oder die Hoffnung und hält durch bis zum Ende.“ (Die Bibel, 1. Korinther 13,7)

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Introvertierte – was muss man über sie wissen? https://leitergeil.de/introvertierte-was-muss-man-ueber-sie-wissen/ https://leitergeil.de/introvertierte-was-muss-man-ueber-sie-wissen/#comments Fri, 30 Nov 2018 18:58:07 +0000 https://leitergeil.de/?p=1580 „Ich würde gern mit dir über ein Buch über ‚Introvertierte‘ sprechen.“ Mit dieser Ankündigung hat mich Damaris nicht gerade gelockt – aber mich eben auch nicht vom Haken gelassen. Da kommt sicherlich, dass Extrovertierte so gemein zu den „Stillen“ sind, dass unsere Gemeinden zu laut und extrovertiert sind,…

Aber nein: Ich sag ‚Danke!‘ Denn das Buch „Die leisen Weltveränderer – Von der Stärke introvertierter Christen“ von Debora Sommer ist wirklich hilfreich:

Neben woher kommt es, dass man eher introvertiert oder extrovertiert ist geht es vor allem den hilfreichen Themen nach. Hindernisse für Introvertierte im Innenleben – und ihre Stärken, Auswirkungen im Beruf und in Freundschaften. Und zwei Kapitel, die für jeden Gemeindeleiter Pflicht sein sollten: Tipps für „Extros“ und „Introversion in der Gemeinde“ mit wirklich hilfreichen und praktischen Gedanken.

Neugierig?

HIER kannst du eine Stichwort-Zusammenfassung zum Buch. Vielleicht ja ein Lesetipp für die Stillen Tage nach Weihnachten 😉

Liebe Stillen im Lande: Vielen Dank, dass ihr eure Stärken und Gaben einbringt und unsere Gemeinden bereichert! Die Welt braucht euch!!!

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Konflikte 3: Krisenmuster erkennen und managen https://leitergeil.de/krisenmuster-erkennen-und-managen/ https://leitergeil.de/krisenmuster-erkennen-und-managen/#respond Thu, 01 Nov 2018 18:18:10 +0000 https://leitergeil.de/?p=1559 Konflikte gibt es wie Sterne am Himmel.

Sie gehören einfach zum Leben. Das ist (vermutlich) auch für dich keine Überraschung. Die Frage ist: Was machst du, wenn es krieselt?

Kopf einziehen und warten, bis es vorbei ist?

Zielgenau die Schwachstelle deines Gegenüber erkennen und messerscharf zustechen?

Oder stürzt du dich sofort in alle Aufgaben, die eh schon lange erledigt werden mussten (und nichts mit dem Konflikt zu tun haben)?

An unserem letzten Leitertag hatten wir ein großartiges Teaching über genau dieses Thema: Wie reagiere ich intuitiv in Krisen?

Die angehängte pdf gibt einen guten Überblick über einige Grundtypen. Hilfreich, um sich selbst besser zu verstehen – und auch andere.

Wie immer gilt: Selbsterkenntnis ist der erste Schritt zur Besserung. Viel Spaß beim downloaden, lesen und umsetzten.

Krisenmuster

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Die Rolle des Leiters in verschiedenen Phasen https://leitergeil.de/__trashed/ https://leitergeil.de/__trashed/#respond Tue, 03 Jul 2018 13:09:03 +0000 https://leitergeil.de/?p=1511

In den letzten Tagen kam mir ein Abschnitt von Dietrich Schindler über Gemeindegründung in die Hände. Darin beschreibt er, wie sich die Rolle eines Gemeindegründers im Lauf der Zeit verändert. Ich drucke das hier ab, um denen, die sich nicht zutrauen, eine Gründung zu leiten ein wenig die Angst zu nehmen. Denn eines der großartigen Dinge an Gründung ist, dass wir als Leiter mit der Gründung mitwachsen können. Klar, Leitungsbegabung braucht es. Doch ich habe es als große Chance erlebt, dass ich „mitwachsen“ konnte. Am Anfang leitest du dich und dein kleines Team. Das wächst und es kommen Menschen dazu – und du kannst lernen und deine Leiterfähigkeiten ausbauen. Schritt für Schritt, Etappe für Etappe. Das ist eine große Chance, gerade für junge Leiter!!!

Aber lest selbst, wie Dietrich die Entwicklungen beschreibt (und wie üblich: Schreibt mir eure Meinung dazu – in den Kommentaren oder per Mail):

Die sich verändernde Rolle des Gemeindegründers

1. Mädchen für alles: (tut es selber).

2. Mitarbeiter anleiten (delegiert es einem anderen)

3. Leiter einsetzten (vertraut Mitarbeitern einem Leiter an) und

4. Bereichsleiter einsetzten (übergibt Leitern Bereichsleitern)

Leiterschafts-Rollen in den verschiedenen Phasen:

Carl George schreibt von 4 Phasen: (zitiert in Shenk und Stutzman, S.172f.)

1.Phase = Pastor als „Katalysator“ – er zieht Menschen an und motiviert sie.

2.Phase = Pastor als „Organisator“ – wenn die Gemeinde wächst, schafft er Strukturen. Er rüstet andere zu, und tut immer weniger Dienste selbst.

3.Phase = Pastor als „Filialleiter“ – er delegiert immer mehr Dienste und übersieht verschiedene Arbeitskreise.

4.Phase = Pastor als „Sanierungsarbeiter“ – er muß immer
wieder auswerten. Er schafft Altes und Unwirksames ab und renoviert, damit die Gemeinde weiter zielstrebig vorangeht.

Siehe auch Van Rheenen, Gailyn. “Learning… Growing… Collaborating… Phasing Out” EMQ 36/1 (January 2000): 36-47.

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Leitung – die zwei Seiten der Medaille https://leitergeil.de/leitung-die-zwei-seiten-der-medaille/ https://leitergeil.de/leitung-die-zwei-seiten-der-medaille/#respond Tue, 19 Jun 2018 08:52:29 +0000 https://leitergeil.de/?p=1534 Was bedeutet es, ein Team (egal ob Kleingruppe oder Ressort) in unserer Gemeinde zu leiten? Ist das mehr was „geistliches“ oder eher was „praktisches“? Die Anforderungen variieren bei uns sicherlich von Aufgabe zu Aufgabe. Aber wie bei einer Medaille gibt es bei Leitung zwei Seiten, die man nicht auseinanderreißen kann. Leitung in Gemeinde ist immer geistlich und immer praktisch.

Wir hatten einen großartigen Leitertag am vergangenen Wochenende zu genau dieser Thematik. Hier sind die Notizen für alle, die es nachlesen wollen.

Wie immer gilt: Kein Anspruch auf Vollständigkeit (ergänzt gern in den Kommentaren). Und wenn es dir hilft, dann gib es gern weiter.

Nun aber zu den zwei Seiten der Leiter-Medaille:

1. Seite: Menschlich leiten

Organisieren: So spröde es vielleicht klingt, aber die Dinge in deinem Bereich zu organisieren ist wichtig, da mit die Leute in deinem Team ihren Job machen können. Die gute Nachricht für alle, denen organisieren schwer fällt: Ich glaube, dass man es bis zu einem gewissen Grad lernen kann. Und dann gibt es ja auch die Möglichkeit, sich Hilfe zu holen bei Leuten, die sich damit leichter tun. Deine Verantwortung ist, dass die Dinge organisiert werden – egal wer es tut.

Vorausplanen: Das ist ein Schlüsselding, damit dein Team sich auf das kommende einstellen und vorbereiten kann. Wird von Woche zu Woche ausgemacht, wer die nächsten Dienste übernimmt,  stresst das nur. Plane gut voraus – dann kannst du auch flexibel auf kurzfristige Änderungen reagieren, ohne dass alle genervt sind.

Um dich bei diesen beiden Punkten zu unterstützen sind wir auf Churchtools umgestiegen. Melde dich, falls du noch Hilfe oder Tipps bei der Benutzung brauchst.

Entscheidungen treffen: Du hast als Kleingruppen- oder Ressortleiter Entscheidungskompetenz!!! Der Schnellcheck für Entscheidungen:

– hilft es, unsere JKB-Vision weiterzubringen?

– deckt es sich mit unseren Werten?

– bei Finanzentscheidungen: Ist es innerhalb meines Budgets?

Wie immer gilt: Falls du dir nicht sicher bist, frag bei uns nach!!! Was uns zum nächsten Punkt bringt:

Kommunikation: Viele Konflikte werden vermieden, wenn wir gut (und ausreichend) kommunizieren! Du bist dabei an einer Schlüsselstelle: Gib Infos über Entwicklungen an deinen Teammitglieder weiter und halte uns als Gemeindeleitung auf dem Laufenden, was deine Mitarbeiter begeistert oder besorgt.

Grundsätzlich gilt: Kommuniziere viel, offen, klar und wertschätzend!

JKB-Kultur vorleben: Leben feiern, Freunde finden, Gott erleben – Lass dein Leben und die Kultur in deinem Team davon geprägt sein

Reflektieren: Was lief in der letzten Zeit? Wo sind Stärken, Schwächen, Chancen oder Gefahren? Mach es regelmäßig, allein und mit dem Team.

2. Seite: Geistliche Leiten

Auf dieser Seite der Medaille gilt auch: Nobody is perfect!!! Als geistliche Leiter werden wir niemals fertig und schon gar nicht perfekt werden. Müssen wir auch nicht. Die folgenden Stichpunkte sollen dir lediglich helfen, die gute Richtung zu behalten:

“Einen Schritt vorwärts”: Geistliche Leiter wachsen „step by step“. Von daher: Egal wie kompetent du dich als geistlicher Leiter fühlst: Geht einfach weiter voran. Wage den nächsten Schritt und lass dich von Gott führen!!! Nochmal: Niemand ist perfekt – und niemand ist schon fertig!!

Neues entdecken: Wie kannst du Gott neu entdecken, besser kennen lernen? Sag Gott immer wieder, dass du ihn noch besser kennen lernen willst, neue Seiten an ihm entdecken möchtest. Kleingruppen, deine persönliche Zeit mit ihm sind da Schlüssel. Aber warum auch nicht mal wieder ein Experiment wagen?

Auf Gott hören: Hol dir SEINE Ideen bei IHM ab!! Pflege dein persönliches Gebetsleben. Das ist der Ort, wo du die wichtigen Dinge entdeckst. Damit wir nicht nur viel tun, sondern das richtige!

Lobpreis: Du kannst nicht Gott anbeten und dir gleichzeitig Sorgen machen. Irgendwie geht das nicht. Von daher: Ob zu Hause oder in der Bahn – falls du keine guten Playlist hast, melde dich 😉

Fürbitte: Umbete die Einzelnen in deinem Team und auch die Aufgaben, die ihr angeht.  Ich mag den Satz „bete für ‚alle‘ und ‚alles'“.

Fehler eingestehen: „Nobody is perfect“ hatten wir ja schon. Von daher ist ja auch klar, dass du Fehler machst. Wichtig ist, dass wir aus unseren Fehlern keine Geheimnisse machen, sondern zu ihnen stehen (gerade auch vor unserem Team, das betroffen ist). Um Vergebung zu bitten setzt eine geistliche Kraft frei und bricht Blokaden. Probier es!!! Ich habe so oft erlebt, dass gerade dieses Vergeben ein Team auf ein neues Level gebracht hat. Go for it!!!

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